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22-24-03-2024 WM Finale Eisspeedway in Inzell

Spannend

Die größte Motorsportveranstaltung der Region mit Höhen und Tiefen für die deutschen Starter. Veranstalterrekord mit über 11000 Zuschauern und jeweils ausverkauftem Haus! Die wohl größte Motorsportveranstaltung in der Region ist mit der Eisspeedway Weltmeisterschaft im oberbayerischen Inzell beheimatet. In der Max Aicher Arena fand am vergangenen Wochenende der erste und zweite Lauf zur Eisspeedway Weltmeisterschaft statt. Besonders die deutschen Starter erhofften sich in der 5500 Zuschauer fassenden Eislaufhalle sehr gute Chancen auf eine gute Platzierung oder einen Podestplatz. Bereits am Freitag fand bei besten Bahnverhältnissen das Training für die insgesamt 40 Wertungsläufe statt. Es werden je Renntag 20 Läufe gefahren, bei denen jeder Fahrer jeweils fünf mal an den Start geht. Die vier am besten Platzierten fahren dann jeweils im Lauf 21 ein Finale und somit den jeweiligen Tagessieg aus. Die Deutschen Piloten Johann Weber, Max Niedermeier, Luca Bauer und auch Markus Jell rechneten sich gute Chancen auf den Finallauf aus - was jedoch nur bedingt in Erfüllung ging. Am Trainingstag stürzte der "Lokalmatador" Luca Bauer aus Reit im Winkl so schwer, dass ihm die Rennärzte ein Startverbot erteilten und er erst zu den beiden weiteren Finalläufen in Holland in vierzehn Tagen wieder an das Startbahn fahren kann. Für Bauer wurde der junge Inzeller Franz Mayerbüchler nominiert. Am ersten Renntag trafen im zweiten Lauf des ersten Turns Max Niedermeier und Johann Weber aufeinander. In der "Fahrerlagerkurve" berührten sich die beiden Fahrer und gingen unsanft zu Boden. Hier blieb der Sturz noch ohne größere Blessuren und beide standen nach wenigen Sekunden wieder auf dem Eis. Auch Markus Jell erwischte es im zweiten Turn; Er rutschte über das Vorderrad in die Strohballen und musste nach diesem Sturz die Disqualifikation in diesem Lauf hinnehmen. Nach weiteren Stürzen erwischte es dann auch noch den favorisierten Hans Weber aus Schliersee, der nach einem Fahrfehler von der Bahn abkam und unsanft in die Bande einschlug. Sofort wurde Weber von den Sanitätern und Ärzten an der Strecke behandelt und schließlich in das Traunsteiner Krankenhaus gefahren. Hier wurden starke Prellungen am ganzen Körper und eine gebrochene Rippe diagnostiziert - Somit war auch für den zweiten Deutschen das Rennwochenende in Inzell gelaufen. Max Niedermeier und Markus Jell überzeugten jedoch in den entsprechenden Wertungsläufen und konnten sich in dem stark besetzten Fahrerfeld sehr gut platzieren. Für Niedermeier reichte es sogar bis zum Finalrennen, das er nach hartem Kampf für sich entscheiden konnte und somit für einen GP Sieg vor heimischem Publikum sorgte. In diesem Lauf musste sich der zweimalige und amtierende Weltmeister Martin Haarahlitunen aus Schweden nach einem fulminanten Fahraktion des Deutschen in der letzten Kurve geschlagen geben.Weber zog am Weltmeister aussen vorbei und konnte sich so den Tagessieg sichern. Die Freude über den deutschen Sieg war nicht nur bei den zahlreichen Fans riesig. Niedermeier nach dem Rennen : „Ich kann es eigentlich noch gar nicht wirklich begreifen. Und hab gleich mal ein bisschen Glück gehabt, Martin hat nach links geschaut und bin rechts an ihm vorbeigezogen.Besonders bedanken möchte ich mich bei Günther Bauer, der mir eine Gabel geliehen hat, da meine beim Sturz kaputt gegangen ist. Eine solche Unterstützung ist nicht selbstverständlich.“ Am Sonntag folgte der zweite GP 2024, zu dem der Eismeister die Strecke wieder in gewohnten Zustand für die Eisspeedwayfahrer brachte. Finne Riihimäki siegt am Sonntag auf dem Inzeller Eis Die Vo® für einen spannenden Höhepunkt dieses Rennsonntages auf legendärem Inzeller Eis standen schon in den Vorlaufen gut, denn die sportlichen Chancen waren vom Fahrerfeld ausgeglichen: Alle in der Top-Kategorie vertretenen WM-Fahrer setzen in den Rennen diverse Ausrufezeichen. Draußen: Regen, Kälte. Drinnen: Motorsportaction wie am Vortag. Auch am Rennsonntag war die Max Aicher Arena wieder bis auf den letzten Platz ausverkauft. Die Vorläufe wurden auch an diesem Tag wieder von vielen Stürzen überschattet, die jedoch fast alle fast verletzungsfrei ausgingen. Nach den 20 Vorläufen stand das Fahrerfeld für das Finalrennen exakt gleich wie am Vortag fest. Der deutsche Max Niedermeier konnte sich in seinen Vorläufen mit 13 Punkten als erster den Startplatz aussuchen . Im Rennen konnte er jedoch an diesem Tag mit dem sehr starken Finnen Riihimäki , dem amtierenden schwedischen Weltmeister Haarahlitunen und dem zweiten Finnen Heikki Huusko mithalten und fuhr so als Vierter über die Ziellinie. Somit steht Niedermeier in der Gesamtwertung auf dem sehr guten dritten Rang in der WM 24 Kai Schmiedeknecht, Vorstands Vorstandsvorsitzender der DMV: „Vier von vier Fahrer an beiden Tagen, die im Finale über die Ziellinie fahren: Mehr Spannung in einem Drehbuch kann man bei Finalläufen einer Eisspeedway Weltmeisterschaft nicht schreiben. Wir bedanken uns bei den Fans, die häufig über Jahrzehnte kommen und Treue halten und heute für einen Zuschauerrekord gesorgt haben. Einfach Super! Das war ein richtig gutes Rennwochenende, das wir für sie aufs Eis gezaubert haben“. Jetzt drücken wir Max Niedermaier die Daumen für das zweite niederländische WM-Finale. „Wenn er dort erneut so topfit aufs Podest fahren kann, dann ist auch dort wieder wirklich alles drin“ Schmiedeknecht weiter : „Das ganze ehrenamtliche Team hat während des gesamten Rennens und im Vorfeld hervorragende Arbeit geleistet. Unser Teamgeist hat es uns ermöglicht, selbst in schwierigen Momenten wie der Corona-Pandemie vereint zu bleiben. Wir können stolz auf unsere Leistung am Wochenende sein, weil wir wieder mal unser Potenzial gezeigt haben“ . Dieses Potenzial sieht auch die Gemeinde Inzell und konnte schon im Vorfeld einen Vertrag für weitere fünf Jahre mit dem DMV Landesgruppe Südbayern unterzeichnen und so weiterhin Weltmeisterschaftsläufe in der Max Aicher Arena garantieren. 

Bericht: AKTIVNEWS_Köberle

Fotos: AKTIVNEWS_DE_05_001 & DE_05_002

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