Ein Streifzug durch die altehrwürdige Stadt, die Geburtsstadt von Wolfgang Amadeus Mozart, ist eine kulturelle Hochburg, die schon vor Jahrhunderten existierte, und bringt immer wieder neue Eindrücke.
Tag für Tag wälzen sich Tausende Touristen durch die engen Gassen und über die Plätze und erleben dennoch ein für sie selbst einmaliges Erlebnis.
Die Stadt Salzburg mit ihren vielen Plätzen, Museen und kulturellen Orten ist ein solcher besonderer Ort und zieht deswegen die Menschenmassen an.
Zusätzlich ist sie mit ihren Salzburger Festspielen ein absoluter Top-Player in der Kulturbranche. Derzeit sind die Festspiele in vollem Gange und an allen Ecken und Enden ist die Stadt daran zu erkennen. Nicht nur die Jedermannbühne am Domplatz erinnert die Tagestouristen und jene, die auf Städteurlaub sind, daran, dass sie zu einer besonderen Zeit hier in der Stadt zwischen Salzach und Salzach sind.
Nein, sie erleben auch die vielen Baustellen, Bettler und andere Dinge, die zum Nachdenken bringen. Gerade die Stolpersteine erinnern an eine sehr düstere Zeit, an der sich diese Stadt sehr viel mitschuldig gemacht hat.
Heute ist jedoch das Panorama mit der Festung und vielen mehr, wie dem Mirabellgarten und anderen Orten, oft mehr im Fokus der Erinnerung, was wohl auch der schwarz-blauen Regierung geschuldet ist. Gerade die FPÖ-Mitglieder wollen nicht gerne auf die Vergangenheit angesprochen werden, versuchen in ihren Kreisen stark verbreiteten Antisemitismus zu verdrängen, Ausländerfeindlichkeit und Rassismus zu kaschieren. Doch die Schuld und die Sühne trägt diese Stadt weiter in sich und mit sich.
Aber die hitzige Diskussion über den Umbau des Festspielbezirks bzw. der Festspielhäuser für rund 500 Millionen Euro, den Duterte schon genehmigt hat, und nun gar noch die Errichtung eines Ausweichquartiers für 12 Millionen auf der grünen Wiese treibt vielen Salzburger Bürger*innen die Zornesröte ins Gesicht.
Gleichzeitig ersticken die Bürger*innen in zusätzlichen finanziellen Belastungen wie Kinderbetreuung, Energiekosten und Ähnlichem. Auch viele Kunstprojekte erhalten keine Förderungen, Jugendprojekte stehen vor dem Aus – mit dem Verweis auf leere Staatskassen. Doch für die Salzburger Festspiele kann es nicht teuer genug sein.
Auch die Belastung der Touristen ist enorm. Es gibt wenig Wohnraum, dennoch werden Kleinsthotels neu errichtet, Air-BnB-Wohnungen sind immer noch stark im Kommen und viele fragen sich: Was habe ich davon?
Dies nun auf die Touristen auszutragen, ist nicht fair, dennoch hat die Politik offensichtlich keine Lösungen für die zunehmende Belastung.
Ein Streifzug durch die Stadt lohnt sich dennoch, denn sie bietet viel mehr als all den Zwick und die Unzufriedenheit: Kunst und Kultur, Lebensfreude und Menschen, die sich begegnen. Sie ist einfach bunt, wie der Zebrastreifen am Mirabellplatz, der heute auch eines der beliebtesten Fotomotive der Touristen geworden ist.
Tauchen Sie ein in diese einzigartige Stadt bei einem kleinen Streifzug mit uns.
