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Mittwoch, 14. Januar 2026

Driften? Warum nicht! Aber auf öffentlichen Straßen und dann auch noch mit Kleinkindern im Auto?

  • Nachrichten Kategorien, Freie Fotografen, TV & Video, Einsatzdokumentationen
  • Meldungs-ID:
  • Roßfeld
  • Erstellt von Ferdinand Dörfler-Farthofer

Die Polizei greift durch! Ist aber auch sprachlos.

 

Die Polizei greift durch! Ist aber auch sprachlos.


Seit Tagen tobt in Europa ein Schneesturm, ein Wintersturm. Für die flachen Regionen wie Hamburg oder Berlin ist das ein wirkliches Problem, für die Regionen in den Bergen ist es halt Winter. 
Doch heute Nacht tobt am Rossfeld wirklich Sturm. Starker Schneefall und Windböen bis zu 80 km/h machen das Rossfeld in dieser Nacht zu einem unwirklichen Ort. Die Straße ist tief verschneit, es gibt dicke Schneewechten und viel Schnee auf der Fahrbahn. Der Winterdienst ist um 16 Uhr zum letzten Mal gefahren, erst in den Morgenstunden wird er wieder hinauffahren, um die Straße zu räumen.

Das nutzen bei solchen Bedingungen jene, die glauben, eine Straße in eine Rennstrecke verwandeln zu müssen. So verwundert es nicht, dass auch heute Nacht die Unverbesserlichen hinauffahren, die 7,50 € Maut bezahlen und dann glauben, ihnen gehöre die Straße. Verkehrsregeln gelten nicht und sie können ihrem lebensgefährlichen Hobby nachgehen.

Erst im November verhinderte ein Stahlseil in einem Geländer einen über 500 Meter tiefen Absturz eines PKW-Lenkers, der dort oben bei dem ersten Schneefall seine Fahrkünste beweisen wollte.

Die Sehne hielt zusammen und schleppte den Pkw auf den Parkplatz. Das Kennzeichen war demontiert und der Fahrer abgehauen. Niemand kümmerte sich um das zerstörte Geländer. 
Doch die Polizei konnte den Fahrer, einen jungen Mann, der mit dem Auto seiner Mutter dort oben war, schnell ermitteln – mit all den Folgen für ihn und die Unfallflucht.

Heute wird es jedoch noch ein Schäffelchen mehr geben als bei dem Unfall. Denn die dreiköpfige Gruppe aus dem benachbarten Österreich, dem Tennengau, war mit zwei schweren Pick-ups und einem Kleinwagen nach oben gekommen und fuhr dort mehr als 35 Minuten lang in Schleuderfahrten durch den tiefen Schnee. 
Bis der Kleinwagen aus technischen Problemen und Überhitzung vorübergehend den Geist aufgab.

 

So wartet man gemeinsam, bis das Fahrzeug wieder betriebsbereit ist. Plötzlich steigen zwei kleine Kinder und eine Frau aus dem Auto aus und spielen im Schnee. Ja, der Fahrer, vermutlich der Vater der Kleinkinder, war zusammen mit seiner Frau, also der Mutter der Kinder, zum Driften aufs Rossfeld gefahren.
Er setzte somit sich und seine ganze Familie einer enormen Gefahr aus.

Zwischenzeitlich erschien ein weiteres Fahrzeug, ein mit großem Lichterbalken versehener Kombi, offensichtlich ein ausländisches Fahrzeug, dessen Lenker extra für diesen vermeintlichen Spaß angerückt waren. Er zog einige Driftrunden und fuhr dann davon. Auch er wird wenig später in eine Kontrolle der Polizei geraten und die Folgen für sein Verhalten kassieren, denn dieses Mal existieren Videoaufnahmen und Zeugen, die der Polizei vorliegen, um wirklich gegen die Beteiligten vorzugehen.

Inwieweit die Polizei hier ein illegales Autorennen zur Last legen kann, wird nun in den nächsten Tagen geprüft. Die Staatsanwaltschaft wird sich mit den Betroffenen auseinandersetzen.

Ebenso ist noch Gegenstand der Ermittlungen, ob das Jugendamt und die Behörden für die Familie eingeschaltet werden, da eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte, was weitreichende Folgen für eine Dummheit, die Spaß machen sollte, hätte.

Die Polizei wird auch in den nächsten Stunden und Tagen verstärkt gegen diese Szene vorgehen, denn man will unbedingt verhindern, dass es zu einem tragischen Unfall kommt, bei dem Menschen zu Schaden kommen. 

 

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