Erneut brennt die Vegetation im Landkreis Traunstein, erneut gibt es einen großen Gebirgswaldbrand in den Chiemgauer Alpen.
Warum gerade die Chiemgauer Alpen in diesem Jahr so sehr unter diesen doch nun häufigen Großereignissen leiden, ist nicht bekannt. Jedoch gab es heute Nachmittag erneut Großalarm für die Feuerwehren des Landkreises, da oberhalb einer Felswandformation am Lackenberg eine große Rauchsäule emporstieg. Noch aus Unterwössen, der Nachbargemeinde, kann man den Feuerschein und die Rauchsäule, die vom Berg aufsteigt, gut sehen.
Da das Gelände extrem steil und absturzgefährlich ist, wurde vorerst versucht, sogenannte Riegelstellungen zu errichten, die verhindern sollen, dass sich der Brand durch herabstürzende brennende Bäume weiter ausbreitet.
Bei Tageslicht flogen zwei Polizeihelikopter und ein Hubschrauber der Bundespolizei Löschflüge, um die Flammen zu bekämpfen.
Jedoch konnten sie die Flammen nur geringfügig eindämmen, sodass abends damit begonnen wurde, auch den Ort am Fuße der Wand mit Löschstellungen zu schützen. Denn in der Nacht wird sich das Feuer unaufhaltsam weiter ausbreiten und es ist nicht auszuschließen, dass Brandgut über die Felswand in den kleinen Ort Oberwössen fällt und sich dort ausbreitet.
Eine große Brandbekämpfung wird wohl erst am morgigen Tag möglich sein und die Wettervorhersage spricht von sehr heißen Temperaturen.
Ein Problem bringt die Hitze jetzt schon mit sich, denn das Bachbett in Oberwössen ist vollständig ausgetrocknet und die Wasserversorgung ist nicht gesichert. Das örtliche Hydrantennetz wird im Ernstfall nicht ausreichen, sodass das Zubringen von Löschwasser mittels Tanklaster unumgänglich ist.
Über die Ursache des Feuers steht noch nichts fest.
