Das hätte auch schiefgehen können, aber auch Retter brauchen manchmal Glück im Unglück. Der RTW aus Berchtesgaden war zu einem Notfalleinsatz alarmiert worden, weil eine Hausärztin einen RTW für eine eilige Verlegung einer Patientin ins Krankenhaus alarmiert hatte.
Dieser RTW, ein allradbetriebenes Fahrzeug, fuhr daraufhin die steile Bergstraße in Königssee hinauf. Beim Versuch zu wenden kam es jedoch zum Zwischenfall.
Das schwere Fahrzeug rutschte plötzlich weg und talwärts. Nach weniger als zwei Metern krachte es rückwärts auf eine Gartenmauer und blieb in der schmalen Straße quer in extremer Schräglage hängen.
Die Retter verständigten daraufhin die Leitstelle, die wiederum die Feuerwehr und die Polizei entsandte.
Da die Feuerwehrwache Königssee nur wenige hundert Meter vom Einsatzort entfernt ist, konnten die Feuerwehrkräfte das Fahrzeug sichern und die Rettungsdienstmitarbeiter die Versorgung der Patientin durchführen. Nachdem die Schneeketten angelegt worden waren, gelang es, das Fahrzeug bergwärts zu fahren und abzustellen. Da das Fahrzeug im Heckbereich beschädigt wurde, wurde ein Ersatz-RTW zum Einsatzort beordert, der dann den Transport der Patientin durchführte.
Zwischenzeitlich organisierten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Königssee den Winterdienst, der die Straße umfangreich räumte und mit Salz abstürzte. So war ein gefahrloser Transport der schwer erkrankten Patientin gewährleistet.
Die Polizei hat den Vorfall aufgenommen.
