Zu einem schweren Verkehrsunfall mitten in Bad Reichenhall wurden die Feuerwehren aus Bad Reichenhall, der Löschzug Marzoll und Piding alarmiert. „Massenkarambolage, Person eingeklemmt“ lautete das Alarmstichwort.
Beim Eintreffen der Rettungskräfte bot sich den Rettern ein unübersichtliches Bild: Über mehr als 150 Meter Länge waren zertrümmerte Fahrzeuge und Fahrzeugteile verteilt.
Ersthelfer hatten bereits die Fahrerin des unfallauslösenden Fahrzeugs aus ihrem völlig zertrümmerten Pkw gerettet und begannen mit der Versorgung der Frau. Ebenso kümmerten sie sich um ihren kleinen Hund, der sich im Fahrzeug befand.
In dem zweiten zertrümmerten Fahrzeug, welches quer auf der Fahrbahn stand, waren die Fahrerin und ihr Kleinkind bereits in der Betreuung von Ersthelfern.
Neben der Unterstützung des Rettungsdienstes stellte die Feuerwehr den Brandschutz sicher, sperrte die Fahrbahn und band auslaufende Betriebsflüssigkeiten.
Aufgrund der Unübersichtlichkeit und der Schwere des Unfalls beorderte die Staatsanwaltschaft ein Sachverständigen-Team zur Unfallstelle, das den genauen Unfallhergang klären soll.
Wie die Spuren ergaben, begann der Unfall mit einem Auffahrunfall des Škoda Roomster auf den Renault. Der Skoda schob den Renault an dem vor ihnen fahrenden Ford-Kleintransporter links vorbei, wobei der Roomster mit dem linken Außenspiegel des Ford kollidierte.
In weiterer Folge schwenkte der Renault, der immer noch vom Skoda geschoben wurde, nach rechts ein und prallte auf den vor dem Ford fahrenden BMW eines Bad Reichenhallers.
Durch diesen Aufprall schleuderte der Renault um fast 180 Grad herum und blieb auf der Gegenspur stehen. Der Skoda der Unfallverursacherin fuhr weiter geradeaus und rammte noch zwei ihm entgegenkommende Pkw seitlich.
Nach rund 150 Metern Trümmerfahrt blieb das Auto der Unfallverursacherin, das völlig zerstört war, auf der Fahrbahn stehen.
Die Ortsdurchfahrt von Bad Reichenhall war über mehrere Stunden für die Ermittlungsarbeiten gesperrt. Die Verletzten der beiden am stärksten betroffenen Fahrzeuge wurden ins nahegelegene Klinikum Bad Reichenhall gebracht.
Noch am Nachmittag wurde bekannt, dass sich die Unfallverursacherin in einem stabilen Gesundheitszustand befände, eine Einvernahme durch die Polizei hingegen noch nicht durchgeführt werden konnte.
Die Unfallfahrzeuge mussten teilweise abgeschleppt werden.
