Das Pannenauto am Haken, das kennt jeder. Doch was ist, wenn es die schweren, großen Fahrzeuge erwischt? Jeden Tag sind auf den Straßen große Fahrzeuge ebenso unterwegs wie Pkw. Die gesamte Wirtschaft basiert auf dem Transport mittels LKW, aber auch im Reiseverkehr und im Nahverkehr übernehmen Busse eine große Last.
Im Urlaub ist das Campingmobil, all diese Fahrzeuge sind nicht geschützt vor Pannen und Unfällen.
Und dann stößt ein Pkw-Abschleppdienst schnell an seine Grenzen.
Dafür gibt es die Lkw-Abschleppdienste.
Ein Beispiel ist das nun schon in der zweiten Generation geführte Abschleppunternehmen Rigra in Siegsdorf, das LKW, Busse und PKW abschleppt.
Die rote Flotte ist weit über die Grenzen hinaus bekannt und lässt so manchen staunen, was heutzutage alles möglich ist.
So war der Samstag ein Pflichttermin für alle, die sich für diese Materie interessieren. Philip und seine Frau öffneten die Türen und präsentierten ihr Unternehmen.
Zusammen mit ihren Mitarbeitern präsentierten sie die gesamte Flotte der vielen Spezialfahrzeuge und zeigten, wie ein umgeschmissener LKW schonend und wie von Geisterhand wieder auf die Räder gestellt wird.
Aber auch für das leibliche Wohl und so manches Fachgespräch waren die Mitarbeiter da und bewirteten alle Interessierten.
Die Technik konnte wirklich besichtigt und bis ins Detail angesehen werden. Sei es ein hochmoderner Abrollcontainer, der bei der immer stärker werdenden Elektromobilität wichtig ist, da ein Unfallfahrzeug in diesen Container abgestellt wird. Er wird nicht immer direkt zur Unfallstelle gebracht, sondern steht oft auf dem Firmengelände, wo dann das verunfallte Fahrzeug eingebracht wird. Sollten die Sensoren des Containers eine übermäßige Erhitzung melden, schlagen sie Alarm und erst dann wird der Container mit Wasser geflutet.
Dass dieser Container an dem Tag noch zum Realeinsatz kommt, dachte sich niemand, doch am frühen Nachmittag prallte ein vollelektrischer Renault R5 mit einem Traktorgespann zusammen. Der R5 wurde nach der Bergung an der Unfallstelle auf dem Gelände der Firma Rigra in den Container gestellt und verbleibt dann mindestens 48 Stunden, bis man davon ausgehen kann, dass vom PKW keine Gefahr mehr ausgeht.
Aber auch die schweren Lkw-Bergefahrzeuge, die mit ihren verschiedenen Seilwinden und Hubarmen bis zu 60 Tonnen ziehen können und wahre Allround-Kraftpakete sind, sind beeindruckend.
Es gibt etliche Spezialfahrzeuge, wie ein sehr geländegängiges Fahrzeug, das ebenso mit Seilwinden und anderer wichtiger Technik ausgestattet ist. Dieses Fahrzeug findet immer dann Verwendung, wenn das Gelände ein Einfahren der ganz schweren Fahrzeuge nicht ermöglicht.
Auch die Plateaufahrzeuge zum Abschleppen von PKW mit und ohne Kran sind natürlich im Fuhrpark vorhanden. Ebenso der Technikbus und ein sehr wichtiger Anhänger.
Dieser wird bei fast jeder Unfallbergung mit zur Unfallstelle genommen. In ihm ist wichtige Bergetechnik gelagert, wie Abluftkissen, die es ermöglichen, ein umgestürztes Fahrzeug schonend aufzrichten, Ketten, Seile und spezielle Halterungen für Räder, die es ermöglichen, direkt an der Achse zu heben.
Ebenso ist der große Kran nicht zu groß, um im Notfall sicher durch eine Rettungsgasse zur Unfallstelle zu gelangen.
All diese Technik ist besonders und zeigt, wie umfangreich es ist, wenn sie einmal kommen müssen.
So war dieser Tag der offenen Tür mit mehreren Hundert Besuchern ein wahrer Erfolg für das gesamte Team von Rigra.
Impressionen gibt es hier bei AKTIVNEWS.
