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Samstag, 8. August 2026

Nachts um halb eins auf der Autobahn: Stau ohne Ende. Unfälle, Überlastung, Pannen – die Reisewelle rollt.

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  • Piding
  • Erstellt von Ferdinand Dörfler-Farthofer

Nächtliche Sehnsucht

 


Nachdem bereits gegen 14 Uhr der Reiseverkehr in Richtung Süden, aber auch in Richtung Norden stark zugenommen hatte, kam es um kurz nach 20 Uhr zum Worst Case.
Ein schwerer Unfall in Fahrtrichtung Norden kurz vor der Loithalbrücke bei Anger sorgte für eine Totalsperre in Richtung Norden und eine teilweise Sperre in Richtung Süden.

Die Folgen waren enorm.
Während sich der Verkehr in Richtung Süden nur auf neun Kilometer zurückstaute und der gesamte Ausweichverkehr die Bundes- und Landesstraßen verstopfte, staute es sich in Richtung Norden auf 18 Kilometer Länge. 
Grenzkontrollen mal anders, denn die Bundespolizei konnte ihre Arbeit faktisch nicht ausführen, da die Fahrzeuge an ihrer Kontrollstelle zwei Stunden lang am selben Fleck standen.

Auch nachdem nach über zwei Stunden die Unfallstelle geräumt war, floss der Verkehr nur schleppend, da mehrere Pannen-PKW die Fahrbahn blockierten. Leere Batterie, Kupplungsschaden, rauchender Motor – all das musste gemeistert werden. Erst gegen 1 Uhr morgens begann der Verkehr wieder sehr zähfließend zu laufen.
Auf der Strecke Richtung Süden staute es sich vom Knoten Wals bis nach Anger zurück, obwohl die Autobahnmeisterei nach ca. einer Stunde die Trümmer und Hindernisse auf dem linken Fahrstreifen der Autobahn entfernt hatte.

Der Reiseverkehr nahm die gesamte Nacht über nicht ab und gegen 8 Uhr kam er wieder vollends zum Erliegen. 
Von Walserberg bis Siegsdorf staute es sich, die Verkehrsradios meldeten, dass es von Nürnberg bis an die österreichische Grenze und auch darüber hinaus nur sehr schleppend vorangeht.

Es wurde schon von einer Fahrzeit von 7 Stunden für 250 Kilometer berichtet.

So hat das Lied „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins” durchaus einen Sinn: „Auf der Autobahn nachts um halb eins, ja, das ist nicht meins ...”

 

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