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Freitag, 9. Oktober 2026

Sie fühlen sich wie Helden: Identitäre demonstrieren für „Remigration” auf der Tauernautobahn.

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  • Wals
  • Erstellt von Ferdinand Dörfler-Farthofer

Eine Ohrfeige für alle Urlauber!

 

Eine Ohrfeige für alle Urlauber!


Ja, es gab welche, die gehupt, gewunken und den Daumen hochgestreckt haben, doch der überwiegende Teil der Autofahrer hat es fast zur Gänze ignoriert.
Die Identitäre Bewegung hat auf der Haberlander Brücke, welche über die Tauernautobahn im Autobahnknoten Salzburg West führt, demonstriert.

Sie stellten sich über die Fahrbahn und hielten den Schriftzug „REMigration” den Einreisenden entgegen. Daneben schwenkten sie rot-weiß-rote Fahnen und jubelten, klatschten und winkten, wenn ein Auto hupte und eventuell jemand winkte.
Unglücklich und gar wohl auch eine wahrhaftige Watsche war die Positionierung des Schriftzugs der Identitären für die ASFINAG. 
Denn direkt an der Brücke ist ein Werbe-Banner der ASFINAG selbst aufgehängt und im Zusammenhang mit dem darüber positionierten Schriftzug erweckt es durchaus den Eindruck, die österreichische Autobahnerhaltungsgesellschaft begrüße und fördere die Forderung.

Für die Tausenden Urlauber, die auf dem Weg in den Süden waren, waren die geschwenkten rot-weiß-roten Fahnen eher ein Willkommensgruß, bis sie entdeckten, dass darüber „Remigration” stand.

Dass das geschichtliche Verständnis der Anhänger der Identitären Bewegung nicht weit her ist, zeigen Aussagen wie „Hitler war eine Linke, er war Sozialist” und „Die Ausländer sind ausschließlich für die Straftaten in Österreich verantwortlich”. In Deutschland herrscht doch ein Hitler, der trägt doch nur einen anderen Namen.

Dass sie mit ihrer Demonstration eigentlich jedem Urlauber sagen, er sei hier nicht willkommen und solle nicht zu ihnen auf Urlaub kommen, ist ihnen nicht klar und bewusst. Sie fordern, alle ausländischen Mitbürger abzuschieben und sofort außer Landes zu schaffen. 

Dem Tourismus würde es besser gehen, wenn man in Österreich nur österreichische Bürger anstellen würde. Dass dies völlig aus der Welt gefallen ist, zeigt sich auch bei den Abfahrtskontrollen, die verhindern, dass der Ausweichverkehr der Urlauber auf die Nebenstraßen geht. Über 80 % aller Kontrolleur:innen sind ausländische Mitbürger:innen. Das Gleiche findet man in der Gastronomie, im Tourismus und in den Dienstleistungssektoren.

Dass auch die Meinungs- und Pressefreiheit für sie ein Dorn im Auge ist, zeigt sich daran, dass einzelne Demoteilnehmer*innen klar die Aufforderung aussprechen, sie nicht zu filmen oder zu fotografieren und nicht darüber zu berichten. Einzelne haben sogar ihre Kapuzen über ihre Köpfe gezogen und sind fluchtartig von der Demonstration verschwunden. Das offenbart jedoch deren Einstellung und Haltung.

Nach zwei Stunden war der Spuk auch schon vorbei. Die Identitären sind in einen bekannten Gasthof in der Nähe eingekehrt, um weitere tief verschwörerische Pläne zu schmieden, wie sie artikulierten.
Die Presse müsse man als erstes entnazifizieren, wie sie es nannten, denn diese sei von den heutigen Nazis (Regierungsparteien) indoktriniert und verseucht.

 

Impressionen der Demo der Verwirrten hier bei AKTIVNEWS. 

 

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