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Samstag, 29. August 2026

Tödliche Geisterfahrt am Chiemsee: 89-Jähriger stirbt, drei Menschen schwer verletzt.

Es war ein Horrorcrash, es war wie eine Explosion.

 

Ein holländisches Pärchen, das dem Geisterfahrer nur knapp entkommen ist, erzählte von den dramatischen Sekunden des Unfalls. „Wir hatten gerade ein Auto angesetzt zu überholen, da passierte der dunkle Mercedes uns gerade, als ich nur im Augenwinkel sah, wie ein weißer Schatten auf uns zuraste. Er war links, wir auch, der Mercedes auch. 
Dann hat es schon geknallt, wie bei einer Explosion sind die Fahrzeuge teilweise in die Luft geflogen, wir haben sogar Feuer gesehen, das aber nicht da war. 
Und dann ist noch das Auto neben uns, das wir gerade überholen wollten, mit dem da vorne kollidiert.

Ich habe instinktiv gebremst und gebremst und hatte glücklicherweise so viel Abstand, dass ich noch gut 30 Meter vor den Unfallautos zum Stillstand kam.

Wir haben am ganzen Körper gezittert. Anfangs konnten wir gar nicht aussteigen, weil unser Herz so heftig raste, dass wir es nicht aushielten. Gleich nach dem Unfall sind viele Menschen losgerannt, haben Feuerlöscher herangeholt und sind zu den Autos gelaufen. Dann war auch schon die Polizei da.

Die Polizei berichtete, sie seien zu den Geisterfahrern verständigt worden. Zwei Streifen seien sofort losgerast, eines vorne weg, das zweite sollte den rückwärtigen Verkehr einbremsen, damit, wenn der Geisterfahrer käme, die Menschen eine Chance hätten. Doch dann kam schon die Meldung: „Schwerer Unfall.” Zwei Minuten nach dem Unfall waren die ersten Polizeibeamten vor Ort.
Sofort konnte eine Lagemeldung abgegeben und ein Großaufgebot an Rettungskräften losgeschickt werden.

 

„MANV 5 wurde ausgelöst“, berichteten der Einsatzleiter des Rettungsdienstes, Johannes Goes, und der leitende Notarzt. Wir holten eine ganze Menge Rettungsfahrzeuge aus der Region auf die Autobahn. Bei dem Unfall wurden drei Menschen schwerst verletzt. Der Unfallverursacher war ebenso schwer eingeklemmt und die zuerst eintreffenden Feuerwehren von insgesamt fünf Wehren begannen sofort, die Eingeklemmten im Mercedes zu befreien und mit der Befreiung des Unfallverursachers zu beginnen. Doch der Notarzt ließ nach seinem Eintreffen sofort stoppen, denn die erlittenen Verletzungen des Lenkers waren nicht mit dem Leben vereinbar.

Somit konzentrierte man sich auf die Rettung und Versorgung der weiteren fünf Opfer dieses Horrorcrashs. Für eine 16-Jährige mit Verdacht auf Wirbelsäulentrauma wurde der Notarzthubschrauber Heli 3 aus Kufstein (Österreich) zur Unfallstelle geschickt.
Dieser brachte die schwer verletzte junge Frau in den Schockraum des Unfallkrankenhauses Salzburg.

Die weiteren Schwerverletzten kamen in den Schockraum des Klinikums Prien und des Klinikums Traunstein. Für Prien war man sich nicht sicher, ob dieser Patient nach der Vorbehandlung ebenfalls mit einem Hubschrauber in eine Traumaklinik verlegt werden sollte.

Die rund 75 Einsatzkräfte der Feuerwehr sicherten die Unfallstelle ab, stellten den Brandschutz sicher und befreiten den Verstorbenen, nachdem der zur Unfallstelle beorderte Sachverständige die Bergung freigegeben hatte.

Der Sachverständige muss nun klären, wie der Unfall abgelaufen ist.

Zeugen, die den Heisterfahrer bei der Auffahrt in die Autobahn beobachtet haben, konnten nicht gefunden werden, doch es liegt nahe, dass er bei dem dichten Verkehr die nur rund 600 Meter entfernte Autobahnabfahrt Grabenstätt nutzte, um auf die Autobahn zu gelangen.

Das THW sperrte die Autobahn in Siegsdorf West und unterstützte die Polizei und die Autobahnmeisterei bei der Verkehrsleitung. 

 

Die Autobahn wurde an der Anschlussstelle Siegsdorf Ost abgeleitet, wodurch sich ein fast acht Kilometer langer Rückstau bildete. 
Erst nach mehreren Stunden konnte die Unfallstelle geräumt werden.

Der geschätzte Sachschaden beläuft sich auf ca. 135.000 Euro.
Der Verstorbene wurde zur Obduktion in die Gerichtsmedizin nach München überstellt.

Die Autobahnpolizei Siegsdorf hat die Ermittlungen zu dem tragischen Verkehrsunfall aufgenommen.

Die Autobahnmeisterei Siegsdorf war mit neun Mitarbeitern im Einsatz, um die gesamten Verkehrsableitungen zu stellen und vor Ort die Unfallstelle zu übernehmen und zu reinigen. 

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Polizei Pressemeldung 

Tödlicher Verkehrsunfall auf A8 – Falschfahrer verstirbt an Unfallstelle

GRABENSTÄTT, LKR. TRAUNSTEIN. Am Samstagnachmittag, den 23. Mai 2026, kam es auf der BAB 8 zu einem folgenschweren Verkehrsunfall mit einem Falschfahrer. Der 89-Jährige verstarb noch an der Unfallstelle. Fünf weitere Personen wurden verletzt. Die Verkehrspolizeiinspektion Traunstein übernahm, unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, die Ermittlungen.  

Am Samstag (23. Mai 2026), gegen 14:00 Uhr, befuhr ein 89-Jähriger aus dem Bereich Niederbayern mit seinem Pkw die BAB 8 aus bisher ungeklärter Ursache entgegen der Fahrtrichtung – er fuhr auf der Richtungsfahrbahn München Richtung Salzburg. Unmittelbar nachdem erste Meldungen über den Falschfahrer beim Polizeinotruf eingegangen waren, kam es auf Höhe Grabenstätt zum Zusammenstoß mit zwei weiteren Pkw. Der 89-jährige Falschfahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. In den zwei weiteren beteiligten Pkw, welche durch den Unfall ebenfalls beschädigt wurden, wurden drei weitere Personen schwer verletzt und nochmals zwei Personen leicht verletzt. Nach derzeitigen Erkenntnissen schweben die verletzen Personen nicht in Lebensgefahr.

Der durch den Verkehrsunfall entstandene Sachschaden wird auf ca. 120.000 Euro geschätzt.

Der Verkehr wurde großräumig umgeleitet. Dazu wurde eine Ausleitung des Verkehrs in Fahrtrichtung München an der Anschlussstelle Siegsdorf West durch die Autobahnmeisterei Siegsdorf eingerichtet.

Die Unfallaufnahme durch die Verkehrspolizeiinspektion Traunstein dauerte mehrere Stunden an. Ein technisches- sowie unfallanalytisches Gutachten wurde durch die sachleitende Staatsanwaltschaft Traunstein in Auftrag gegeben.

An der Unfallstelle waren unter anderem das THW Traunstein, die Autobahnmeisterei Siegsdorf, das BRK, sowie die Feuerwehren Grabenstätt, Bergen, Traunstein, Siegsdorf und Holzhausen mit einer Vielzahl an Kräften im Einsatz.
 

 

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