
Eine ganze Serie von Unfällen mit 14 Verletzten.
Sie wollte nur schnell auf dem Beifahrersitz nach ihrem Mantel greifen, was fatale Folgen hatte.
Die Pkw-Lenkerin aus dem Raum Garmisch hatte dabei die Kontrolle über ihr Auto verloren, war geschleudert und quer zur Fahrbahn zum Stillstand gekommen. Ein nachfolgender Pkw konnte diesem querstehenden Fahrzeug nicht mehr ausweichen und rammte es. Das wiederum wurde in ein weiteres Fahrzeug geschleudert. Ein weiterer Pkw-Lenker konnte nur noch durch ein Ausweichmanöver nach rechts ins angrenzende Feld eine Kollision verhindern.
Die mutmaßliche Unfallverursacherin und ein Fahrzeuglenker wurden bei dem Unfall schwer verletzt, zwei weitere Fahrzeuginsassen leicht. Vier weitere blieben unverletzt.
Wegen des Unfalls wurde Großalarm ausgelöst: Neben vier Rettungswagen wurden auch zwei Notärzte, ein Krankentransportwagen und der Einsatzleiter Rettungsdienst zum Unfallort geschickt.
Wieder einmal bewiesen vorbildliche Ersthelfer ihr Engagement. Sie kümmerten sich sofort um die Verletzten und wurden beim Eintreffen der Feuerwehr Anger, die mit rund 32 Einsatzkräften anrückte, unterstützt.
Eine schwerverletzte Person wurde in den Schockraum des Klinikums Bad Reichenhall und eine weitere in den Schockraum des Klinikums Traunstein gebracht. Die zwei Leichtverletzten wurden ebenso ins Klinikum Bad Reichenhall gebracht.
Wegen des Unfalls musste die BAB 8 in Fahrtrichtung Salzburg für mehr als eineinhalb Stunden total gesperrt werden. Die Drohnen-Einheit der Polizei Oberbayern Süd kam vor Ort und fertigte Luftaufnahmen der Unfallstelle an.
Für die Polizeibeamten der Autobahn-Dienststelle Siegsdorf war es der dritte schwere Unfall innerhalb weniger Stunden: Zunächst hatte sich gegen 13.30 Uhr bei Bernau ein folgenschwerer Auffahrunfall mit mehreren Fahrzeugen und vier Verletzten ereignet, wenig später kam es bei Grabenstätt zu einem Unfall mit vier Fahrzeugen und sechs Verletzten. Insgesamt hatten die Beamten somit in den letzten Stunden 14 Verletzte auf ihrem Teilstück zu beklagen.
Der Reiseverkehr kam teilweise komplett zum Erliegen. So hat die Autobahnmeisterei Siegsdorf beim letzten Unfall bei Siegsdorf eine Ableitung eingerichtet und den Verkehr über Freilassing nach Österreich geschickt.
Der Rückstau soll rund sechs Kilometer betragen haben.
Die Schadenshöhe des letzten Unfalls wird auf rund 95.000 € geschätzt. Die drei Unfallfahrzeuge mussten abgeschleppt werden.
