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Samstag, 8. August 2026

Horror-Crash: Hochmotorisierter Mercedes rast unter Lkw bei Überholmanöver, Pkw brennt aus.

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  • Schonstett
  • Erstellt von Ferdinand Dörfler-Farthofer

Ein riesiges Trümmerfeld.

 

Ein Lkw-Gespann wollte der Fahrer eines AMG Mercedes, eines Pkw mit mehr als 500 PS, überholen. Er war von Schonstett in Richtung Wasserburg unterwegs, als er zu dem tödlichen Manöver ansetzte.

Augenzeugen berichteten später, er habe den Wagen weit herausgezogen und sei mit sehr hohem Tempo, weit über 100 km/h, an dem Lkw-Gespann vorbeigezogen. Doch dann scherte er nicht mehr ein bzw. zu spät aus und prallte ungebremst in den entgegenkommenden Lkw. Dessen Fahrer hatte noch vergeblich versucht zu bremsen, doch dann war es schon passiert.
Der Sportwagen prallte unter den Lkw und knickte die Fahrbahnkabine regelrecht ab. Dabei erlitt der Lkw-Lenker schwere Verletzungen an den Beinen. 
Der Pkw wurde nach der Kollision an dem Lkw vorbeigeschleudert und blieb parallel zur Hinterachse des Lkws liegen. Das Fahrzeug wurde regelrecht zerfetzt, Trümmerteile wurden noch 100 Meter entfernt von den Unfallfahrzeugen auf einem angrenzenden Feld gefunden.

Der Mercedes hatte aber sofort Feuer gefangen. Trotz der Versuche mehrerer Ersthelfer, das Feuer mit einem großen Handfeuerlöscher einzudämmen und den Fahrer zu befreien, schlugen die Maßnahmen fehl. Sie mussten sich vor der Hitze des Feuers in Sicherheit bringen. Der Fahrer im Pkw verbrannte bis zur Unkenntlichkeit im Fahrzeug.

Aufgrund der heftigen Unfallspuren kann davon ausgegangen werden, dass der Fahrer unmittelbar bei der Kollision mit dem LKW gestorben ist und das Feuer nicht mehr mitbekommen hat.

Die Rettungsleitstelle entsandte ein Großaufgebot an Rettungskräften zum Unfallort: fünf Feuerwehren der Region unter dem Einsatzleiter der Feuerwehr Schonstett mit rund 70 Einsatzkräften, ebenso mehrere Notärzte sowie Rettungswagen. 
Auch die Kreisbrandinspektion, das Kriseninterventionsteam und ein Pears-Team zur Betreuung der Einsatzkräfte kamen zum Einsatz.

Laut Einsatzleiter der Feuerwehr stand das Fahrzeug bei deren Eintreffen bereits in Vollbrand und die Flammen griffen gerade auf den LKW über. Sie konzentrierten sich somit auf die schnelle Rettung des Lkw-Fahrers und die Brandbekämpfung.
Zunächst war auch nicht bekannt, welche Ladung der LKW, der mit Speditionsstückgut beladen war, transportierte. Darunter mehrere Fässer mit Emulsionen für Handwerksbetriebe im Maschinenbau und ein 1000-Liter-Behälter mit AdBlue, der platzte und komplett auslief. 
Hätte der Lkw-Lenker die Ladung nicht so gut gesichert, wäre er wahrscheinlich von dieser in seinem Führerhaus erschlagen worden, so die Einsatzkräfte vor Ort.


Die Staatsanwaltschaft beorderte einen Sachverständigen an die Unfallstelle, der den Unfallhergang und die Ursache klären soll. Der Verstorbene wurde zur Obduktion in die Gerichtsmedizin nach München überstellt.

Beide Fahrzeuge mussten aufwendig geborgen werden, die Staatsstraße RO35 war für mehr als sieben Stunden komplett gesperrt.

Die Polizei Waldkraiburg hat die Ermittlungen zum tödlichen Unfall aufgenommen. Nach ersten Einschätzungen vor Ort dürfte der Gesamtschaden auf rund 300.000 Euro geschätzt werden.

Allein der verunfallte Pkw ist ein limitiertes AMG-Modell, von dem es weltweit nur wenige Hundert Stück gibt.

 

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