Der Klimawandel schlägt zu, und das unaufhaltsam. Auch wenn ewig Gestrige dies immer noch leugnen, spürt gerade der Tourismus, der auf Wintersport angewiesen ist, die Auswirkungen extrem. Europa ist eine der Regionen, in der sich der Klimawandel am rasantesten bemerkbar macht, wie man an den Alpen sieht. Die Gletschergebiete schmelzen zusammen und es schneit in den Regionen gar nicht mehr. In den Skiregionen wie Zell am See und Kaprun sind weiße Bänder der triste Anblick. Dort hat man bei niedrigen Temperaturen um jeden Preis Schnee produziert, um zumindest die Pistenstreifen oder auch die Langlaufloipen herstellen zu können. Doch weil viele Skigebiete keinen Schnee aufweisen, kommen umso mehr nach Kaprun ins Gletscherskigebiet am Kitzsteinhorn.
Dort sind die Pisten überfüllt und viele Urlauber beklagen sich über die Massen.
Auch die enormen Kosten sind in diesem Jahr ein Dauergesprächsthema.
„Viel zu teuer für viel zu wenig Angebot“, lautet die oft geäußerte Meinung der Touristen.
Die Touristiker wiederum sagen, dass die Hotels zwar zu Weihnachten und Neujahr ausgebucht sind, doch sehr viele ihrer Gäste ihnen jetzt schon gesagt haben, dass sie im nächsten Jahr nicht wiederkommen wollen, weil sie keinen Schnee wollen und nicht diese Mangelware.
Wie es sich weiterentwickelt, will keiner offen sagen, doch unter der Hand sagen viele, sie machen Schluss, der Wintertourismus in seiner alten Form wird sterben oder ist schon gestorben. Leider haben viele das nicht verstanden oder verstehen es immer noch nicht, sodass der Point of Return schon längst überschritten ist.
Sogar die Energieproduzenten, wie die Tauernkraftwerke, sagen, dass eine schwierige Zeit auf sie zukommt, da ihre Grundlage, das Wasser, durch das Abschmelzen der Gletscher immer weniger wird.
Impressionen aus Kaprun.
