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Montag, 26. Oktober 2026

KI-generierte Bilder, die etwas suggerieren, das nicht der Wahrheit entspricht. Tausendfach in den sozialen Medien verbreitet.

  • Nachrichten Kategorien, Freie Fotografen, TV & Video, News, Einsatzdokumentationen
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  • Berchtesgaden
  • Erstellt von Ferdinand Dörfler-Farthofer

Erschreckend und inakzeptabel!

 

In der Nacht von Freitag auf Samstag ist das Kehlsteinhaus, Hitlers Teehaus oder auch „Eagles Nest“, durch mutmaßliche Brandstiftung in Brand geraten.

Es war ein einzigartiger Feuerwehreinsatz, der weltweit Aufmerksamkeit erregte. 
Das Kehlsteinhaus ist ein Überbleibsel der NS-Diktatur und wurde als Repräsentationsobjekt für die damalige verbrecherische Diktatur verwendet. Auf dem Kehlstein, einem Vorberg zwischen Rossfeld und Hoher Göll gelegen, ließ sich das Bergpanorama rund um Berchtesgaden betrachten.

Kurz nach dem Bekanntwerden des Brandes erschienen in den sozialen Medien und im Internet KI-generierte Bilder, die zeigen sollen, wie es dort oben aussieht. Was derzeit an Löschmaßnahmen passiert.

Gerade die AfD nutzte sofort solche an den Haaren herbeigezogenen (sprichwörtlich) generierten Bilder, um den oder die möglichen Täter in eine politische Richtung zu stellen. 
Richtig ist, dass das Kehlsteinhaus seit Ende des Zweiten Weltkriegs immer wieder Anziehungspunkt für Ewiggestrige gewesen ist. Fackelmärsche mit Kapuzenleuten, die auch heute immer wieder festzustellen sind, wenn sie später in den besagten Kreisen mit Bildern projiziert werden. 

Aber es gab auch viele, die die damalige Diktatur bewunderten und ewig gestrige, die auf das Kehlsteinhaus pilgerten. Doch der überwiegende Teil waren einfach Touristen, die den Ausblick genossen, die dieses einmalige Panorama bewunderten und die mit der Geschichte der traurigen Geschichte Deutschlands nichts anfangen konnten. Es war aber auch das Ziel jener, die immer wieder forderten, es müsse ausgeräumt werden, dieses Wahrzeichen der Schande, wie viele es betitelten. Denn sie verbanden es mit einem wahrhaftigen Zeichen der damaligen Diktatur des NS-Regimes, das nicht erhalten bleiben und gar als Pilgerort gelten sollte. Seit vielen Jahren wird sowohl neben dem Dokumentationszentrum am Obersalzberg, der Abfahrtsstelle der Busse hinauf zum Kehlstein, als auch oben am Kehlstein mit einer Ausstellung auf die Gräueltaten dieses Regimes hingewiesen.

Wenn nun also KI-Bilder generiert werden, die der Realität nicht entsprechen, dann ist das erschütternd.

Für Bildjournalisten, also jene Journalisten, die hinter der Kamera stehen und die Realität einfangen, ist es ein absolutes No-Go, so zu agieren. Sie werden anhand ihrer Fotos, die der Realität entsprechen, für das schlechte Wetter, die großen Entfernungen und vieles mehr kritisiert. Sie seien nicht real, ihre Bilder zeigen nicht, wie es wirklich gewesen sei. Sie haben zu schlechte Bilder, was durch starken Regen auf großer Distanz automatisch zu einer Unschärfe des Horizonts führt. Doch gerade Journalist*innen, die als Redakteure darüber berichten, kritisieren und sagen: „Wir haben doch viel bessere Bilder gesehen, zum Beispiel von Webcams.”
Sie vergessen jedoch, dass diese Webcam nur 150 Meter vom Brandort entfernt steht und dass Journalisten nicht in diese Position gelangen konnten, um zu berichten. 

 

So zeigt sich auch, dass gerade junge Journalist*innen, egal von welchen Sendern und Medien, immer mehr abdriften und keine Ahnung haben, wie es in der Realität aussieht und wie es wirklich vor Ort ist.
Umso wichtiger ist dann das Agieren der Bildjournalist*innen (nicht gemeint sind die des gleichnamigen Mediums). Sie sind die unbestechlichen Augen und Ohren der Redaktion.
In diesem Fall sind es zwar nur sehr wenige, aber leider auch die Rettungskräfte selbst, die heute sehr oft unter dem Deckmantel der Öffentlichkeitsarbeit Fotos und Videos machen.
Diese verteilen sie dann als Gratismaterial an die Medien sowie in den sozialen Medien und auf Webseiten. Dass dies keine unabhängige Beobachtung der Situation ist, ist eindeutig und zeigt, wie sehr die Medien, die dieses Material nutzen, versagen.

Offenkundig ist, dass gerade in der Journalistenausbildung und in den Redaktionen der Medien etwas extrem schiefläuft und sie selbst an ihrer Unglaubwürdigkeit arbeiten.


AKTIVNEWS war bei dem Einsatz am Kehlsteinhaus im Gegensatz zu vielen anderen Medien selbst vor Ort, hat über Stunden berichtet und tut dies trotz aller widrigen Umstände real, ungeschönt und unzensiert. 

 

Wollen Sie Bilder von diesem Fotografen erwerben? ferdinand.farthofer@~@aktivnews.de

Fotos teilweise KI generiert
Texte KI korrigiert

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