Die Türkei ist weit von einem demokratischen Staat entfernt, wie erst jüngst etliche Menschenrechts- und Demokratie-Organisationen feststellten.
Der türkische Staatspräsident Erdogan lässt systematisch Menschen inhaftieren und mit Scheinanklagen überziehen, was zur Folge hat, dass die Demokratie in weite Ferne gerückt ist.
Der Kurdenkonflikt ist einer dieser Konflikte in der Türkei, der zwar nach dem Aufruf des inhaftierten PKK-Führers Öcalan zum Ende des bewaffneten Widerstands der Kurden gegen die Türkei friedlicher geworden ist, jedoch wird immer noch von systematischer Verfolgung durch türkische Polizei und Armee berichtet.
So ist es nicht verwunderlich, dass wenige Monate vor den Wahlen in der Türkei, in der Erdogan und seine Einheitspartei alle Oppositionskandidaten ausgeschaltet haben, Menschen, die im Exil leben, auf die Straße gehen.
So auch in Salzburg, wo heute eine Gruppe von rund 300 Demonstranten durch die Stadt zog, um auf den vergessenen Konflikt aufmerksam zu machen.
Sie machen auf die Situation der Kurden und ihrer Landsleute im Nahen Osten aufmerksam, in dem noch immer kein endgültiger Frieden eingekehrt ist, und auf die Hoffnung, dass die Wahlen etwas verändern. Doch die Welt ist durch Konflikte wie den Ukraine-Krieg, den amerikanischen Präsidenten Trump und all die vielen Konflikte auf der Erde mit sich selbst beschäftigt. So stellen die Demonstranten auch wenig Verständnis für ihre Situation fest und werden eher als störend empfunden.
Die Demonstration verlief friedlich und wurde von der Salzburger Polizei begleitet.
