Pfingstreiseverkehr
Zu Ostern und dem Osterreiseverkehr griffen erstmals im Grunde von Irschenberg bis zur Grenze Kiefersfelden und auch am Grenzübergang Walserberg die Abfahrtssperren für den Ausweichverkehr. Die Anliegergemeinden an der Autobahn mussten unter dem enormen Ausweichverkehr extrem leiden.
So wurde wie in den Jahren zuvor schon auf österreichischer Seite der Reiseverkehr, welcher in Richtung Süden, aber auch umgekehrt, fuhr, auf die Autobahnen gehalten. Das brachte den Kommunen enorme Verkehrsentlastungen, jedoch auch mehr Stau auf den Autobahnen.
Seit gestern Mittag, als das Pfingstwochenende und die Pfingstferien eingeläutet wurden, rollte ein Lindwurm aus Blechkarossen nach dem anderen in Richtung Süden.
Beamte der Polizei berichteten, dass der extrem zähfließende Verkehr die ganze Nacht durchrollte und auch noch gegen 12 Uhr mittags am Samstag anhielt.
Seit den Morgenstunden wurden daher alle wichtigen Autobahnabfahrten von der Polizei kontrolliert. Zusätzliche Polizeieinheiten der einzelnen Polizeidienststellen wurden zur Unterstützung im Dienst eingesetzt. Ja, und es zeigt Wirkung, denn wie berichtet, ist nur jeder zehnte Autofahrer berechtigt, abzufahren. Dennoch schmuggeln sich manche über andere Wege von den Autobahnen.
Man muss aber ehrlich sagen, dass die Menschen extrem freundlich sind. Es kam zu keinen Diskussionen, wie sonst befürchtet, sondern sie zeigen Verständnis und fahren zurück auf die Autobahn.
Besonders positiv sind auch die Zurufe der Radfahrer, die an den Abfahrten auf den Straßen vorbeifahren.
Immer wieder gibt es großes Lob für die Kontrollen und Applaus.
Erst am Nachmittag hat der Reiseverkehr nachgelassen und sich die Situation entspannt. Jedoch ereignete sich dann in der entgegengesetzten Fahrtrichtung am Chiemsee ein tödlicher Geisterfahrerunfall mit fatalen Folgen: Die Autobahn war stundenlang gesperrt. Wir berichten in einer eigenen Story darüber.
