Zu einem Rettungseinsatz für eine junge Ukrainerin, die am Untersberg unterwegs war, mussten die Bergretter aus Marktschellenberg in Zusammenarbeit mit dem RTH Christoph 14 fliegen.
Die junge Frau war im Bereich Schellenberger Sattel auf dem Weg vom Dopplersteig ins Tal, als sie sich verstieg. Im Endeffekt saß sie im Bereich eines Altschneefeldes fest und konnte nicht mehr vor oder zurück.
Da der Notruf in Bayern auflief, wurde die Bergrettung aus Marktschellenberg zusammen mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 14” aus Traunstein alarmiert. Nachdem der Hubschrauber einen Luftretter der Bergrettung aufgenommen hatte, flog er zu einem Suchflug nach der in Not geratenen Frau. Er konnte sie schließlich unterhalb des regulären Weges Schellenberger Sattel zum Dopplersteig auf einem Schneefeld finden. Da sich die Frau jedoch in österreichischem Gebiet befand, wurde nach Rücksprache mit der Einsatzzentrale in Salzburg der Rettungseinsatz durch die Bergrettung Marktschellenberg durchgeführt und nicht die österreichische Rettungskette in Kraft gesetzt.
Der Luftretter wurde zunächst mittels Winde in der Nähe der Frau abgeseilt.
Er stieg dann zur Frau ab, sicherte sich und brachte sie an einen Ort, an dem ein sicheres Aufnehmen mittels Seilwinde des RTH möglich war.
Anschließend wurden beide von der Mannschaft des RTH sicher ins Tal geflogen.
Der Rettungseinsatz war nach rund einer Stunde erfolgreich abgeschlossen.
Die in alpiner Notlage geratene Frau hatte richtig gehandelt und sich nicht weiter in Gefahr begeben. Derzeit sind auf Bergtouren oberhalb von 1.600 Metern noch viele Altschneefelder vorhanden, die äußerst tückisch sind. Gerade wenn man vom Weg abgekommen ist, was auch durch diese Altschneefelder passieren kann, stellt dies eine nicht zu unterschätzende alpine Gefahr dar.
