Direkt zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen
Sonntag, 30. August 2026

Völlig verschätzt und die Orientierung verloren: Christophorus 6 rettet Bergsteiger bei einsetzender Dunkelheit.

  • Nachrichten Kategorien, Freie Fotografen, Salzburgs Berge, TV & Video, Einsatzdokumentationen
  • Meldungs-ID:f9df9623-871f-4c5e-b38c-edea5b4549ef
  • Berchtesgaden
  • Erstellt von Ferdinand Dörfler-Farthofer

Am Berg in Not

 

 


Die Nacht steht bevor, die Sonne ist bereits untergegangen und das letzte Tageslicht hüllt die Berge in ein diffuses Licht.
Gerade zu diesem Zeitpunkt fliegt der Notarzthubschrauber Christophorus 6 aus Salzburg in Richtung Berchtesgadener Alpen.
Ein Notruf von vier Bergsteiger*innen war eingegangen. Sie säßen am Übergang vom Kehlsteinhaus zum Hohen Göll fest. Sie hätten die Orientierung und den Weg verloren und würden nicht mehr vom Berg kommen.

Die Mannschaft des Notarzthubschraubers suchte zunächst die in Not Geratenen, fand sie jedoch nicht im Manngrad jener tückischen Bergüberschreitung vom Göll zum legendären Berghaus.
Sie saßen jedoch weit unterhalb der Göllschulter in steilem, unwegsamem Gelände.

Daraufhin landete der Pilot direkt am Kehlsteinhaus in der Nähe des Gipfelkreuzes. Die Mannschaft handelte schnell. 
Sie hängten das Bergetau rund 50 Meter ein und flogen den Luftretter am Seil hängend zu den Bergsteiger*innen. Dort nahm er zunächst zwei Personen ans Seil, die der Pilot zum Gipfelkreuz flog.
Zwischenzeitlich wurde es immer dunkler und unter enormem Zeitdruck, auch die zwei weiteren Personen auszufliegen, setzte der Pilot zum zweiten Flug an.
Auch dieser klappte und sie konnten beide noch bei letztem Tageslicht auf dem Kehlsteinplateau absetzen.
Anschließend wurden sie mit dem Helikopter ins Tal geflogen. Bei völlig eingebrochener Dunkelheit und sternenklarem Himmel flog die Besatzung zurück zum Flughafen Salzburg.

Offenkundig hatten die Betroffenen die Tour unterschätzt und sich so in akute Gefahr begeben. 
Erst vor wenigen Tagen hatten die Bergretter genau an selbigem Ort, dem Kehlsteinhaus, mit der SAR-Maschine der Bundeswehr solche Einsätze geübt.

 


Die Kosten für den Rettungseinsatz müssen vermutlich die Betroffenen oder eine ihrer Versicherungen tragen. 
Derzeit befinden sich noch viele Skifahrer auf Bergtouren. Dadurch sind Wege und Steige oft schwer zu erkennen und die Gefahren sind höher als bei idealen Bergverhältnissen. 

 

Wollen Sie Bilder von diesem Fotografen erwerben? ferdinand.farthofer@~@aktivnews.de

© 2026 Aktivnews | Bild- und Presseagentur. Aktivnews Icon // Webdesign: www.systemmarketing.de