Der Krieg im Nahen Osten treibt die Treibstoffpreise weiter in die Höhe. So ist der Blick am Morgen auf die Anzeigen der Tankstellen und ihre Preise wohl für viele von uns mit Sorge verbunden: Können wir uns das noch leisten, morgens zur Arbeit zu fahren?
So erstaunt es nicht, dass die Nachfrage nach E-Fahrzeugen derzeit enorm gestiegen ist, denn die Menschen fangen an, sich wirklich Gedanken zu machen, wie sie ihre Mobilität erhalten können, ohne von Ölmultis, Regierungschefs und Politik abhängig zu sein.
Auch wenn der ADAC und der ÖAMTC gestern erstmals leicht sinkende Preise vermeldeten, sind die Nachrichten am Morgen wieder schlecht. So prognostizieren erste Analysten einen weiteren Anstieg der Treibstoff- und Gaspreise um bis zu 30 %.
Zusätzlich treiben populistische Parteien die Mär, eine Steuersenkung würde sofort zu einem niedrigeren Treibstoffpreis führen. Doch neueste Anfragen von Oppositionsparteien in Österreich haben ergeben, dass fast zwei Drittel aller Tankungen durch Gewerbetreibende stattfinden und diese sich die Steuer über die Umsatzsteuerrückvergütung erstatten lassen. Die Haupttreiber des Preises sind die Öl-Multi-Konzerne.
Eine in Deutschland eingeführte App, die die Tankstellenpreise in der Nähe des Nutzers anzeigen sollte, hat extreme Auswüchse gezeigt: Schlaue Köpfe in den Konzernen haben das dazu genutzt, in Extremfällen die Preise bis zu 50-mal am Tag anzupassen.
Die App hat somit nicht zu mehr Transparenz geführt, sondern dazu, dass die Konzerne und Tankstellen die Preise schneller anpassen und so den Wettbewerb aushebeln.
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