Schlimmste Erinnerungen
Es war der 6. Oktober 2025, als sich am Grenzübergang Walserberg auf der BAB 8 München in Fahrtrichtung Salzburg ein tragischer Verkehrsunfall ereignete. Ein Pkw war dabei auf einen am Fahrbahnrand abgestellten Sattelzug ungebremst aufgefahren. Während der Fahrer schwerst verletzt den Aufprall überlebte, verstarb die Beifahrerin noch an der Unfallstelle, trotz intensiver Bemühungen der Rettungskräfte.
Heute, kurz vor 17 Uhr, wurden die Feuerwehren, der Rettungsdienst und die Autobahnpolizei erneut zu einem schweren Verkehrsunfall auf der BAB 8 Walserberg ausgerückt.
Zunächst hatte man den Einsatzkräften verschiedene Situationen gemeldet, sogar der Anprall eines Reisebusses gegen einen LKW oder auch der Auffahrunfall eines LKW auf einen PKW. Erst beim Eintreffen stellten die Einsatzkräfte die Heftigkeit des Unfalls fest. Ein BMW-Hybrid-Pkw war dabei ungebremst unter einen am Fahrbahnrand abgestellten Sattelzug geprallt. Auch dieses Mal hatte der Pkw den stehenden Sattelzug mehr als 1,5 Meter weit nach vorne verschoben.
Doch was die Einsatzkräfte zunächst nicht glauben mochten: Ersthelfer hatten den 49-jährigen PKW-Lenker aus München schon aus dem PKW befreit. Er war nicht lebensgefährlich verletzt und gut ansprechbar. Wie er diesen heftigen Unfall so überstehen konnte, grenzt an ein Wunder, so die Einsatzkräfte. Neben den Feuerwehren aus Piding, Anger und Marzoll war auch der Rettungsdienst mit zwei RTW, einem NEF und dem Einsatzleiter Rettungsdienst im Einsatz. Auch die Autobahnmeisterei Siegsdorf war mit vier Mann vor Ort. Die Feuerwehr musste die Autobahn kurzzeitig total sperren, konnte dann aber einen Fahrstreifen für den Verkehr freigeben, sodass sich der Stau im dichten Reiseverkehr relativ in Grenzen hielt.
Der Unfallverursacher wurde nach notärztlicher Behandlung mit dem RTW ins Kreisklinikum Bad Reichenhall gebracht. Auch der LKW-Fahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde mit dem RTW ins Krankenhaus Bad Reichenhall eingeliefert.
Die Autobahnpolizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von rund 110.000 Euro.
Der Pkw musste mit Hilfe eines Kran-Lkws geborgen werden.
Der Autofahrer berichtete, er habe tanken wollen und gedacht, die LKWs würden auf die Tankstelle fahren, dabei waren sie abgestellt. Sicherlich hat das hochmoderne Sicherheitssystem des BMW dem Fahrer ebenso geholfen, diesen heftigen Unfall zu überstehen. Denn das System leitete im letzten Moment eine automatische Notbremsung ein, die die Aufprallenergie verringerte.
