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Samstag, 18. Juli 2026

Zirkus Maximus, wenn sich ein paar wenige Wohlhabende in der Stadt Salzburg austoben dürfen.

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  • Salzburg
  • Erstellt von Ferdinand Dörfler-Farthofer

Das ist schon ein wenig aus der Zeit gefallen.

 

Das ist schon ein wenig aus der Zeit gefallen.

 

Ja, es sind hunderte, nein, gar tausende, die entlang der Rennstrecke in der Stadt Salzburg stehen. Kurzerhand hat man den Rudolfskai, die Staatsbrücke und die Brücke am UNK gesperrt, um daraus einen Rundkurs zu machen.

Das Gaisbergrennen ist eine dreitägige Veranstaltung mit Startnummernvergabe am Morgen in Schloss Hellbrunn. Ab 13 Uhr findet eine Fahrzeugabnahme am Residenzplatz statt und ab 15 Uhr ein zweistündiges Gleichmäßigkeitsrennen auf dem besagten Rundkurs. Am Freitag finden dann Fahrten am Salzburgring statt und am Samstag folgt das legendäre Gaisbergrennen. 
Von Guggental wird hinauf zum Gaisberg-Gipfel gerast und versucht, Bestzeiten zu fahren.

Doch die Stimmen, die sich gegen das Stadtrennen aussprechen, sind nicht unüberhörbar. Einerseits klagt eine Bürgerinitiative seit Jahren gegen einen Tourismus, in dem zu viele Veranstaltungen in der Stadt stattfinden. Andererseits sind Umweltorganisationen und Institutionen sehr enttäuscht von der Stadtpolitik und den Verantwortlichen, die diese Veranstaltung genehmigen, wobei Emissionswerte und gerade der Lärmschutz egal sind.

Der Over-Tourism war gerade ein heißes Thema: Was ist guter Tourismus, was ist schlechter Tourismus und was ist eher negativ?

Bei dieser Veranstaltung argumentieren die Veranstalter und Initiatoren sowie die Befürworter, dass extrem viel Geld in die Stadtkassen fließe und dass man ja auch Tausende Zuschauer anlocken könne. 
Doch ist das wirklich so? Darüber scheiden sich die Geister.

Des Weiteren ist die Veranstaltung auch sehr belastend für die Bürger, die dort wohnen. An einem Tag, an dem sie normalerweise frei haben, ist die Hölle los und von Entspannung kann keine Rede sein.

 

Unter der Hand wird gemunkelt, dass sie nur deswegen genehmigt bekommen, weil es die sogenannten Großkopfertzen sind, die dort mitmachen. Die haben das Geld, sich Bodliden vor sehr, sehr viel Geld zu kaufen.
Und ja, die Tuning-Szene wiederum sagt, dass sie wegen zu lauter Autos regelrecht verfolgt werden. Sie haben die Polizei sofort im Genick und werden regelrecht zerlegt. So eine Veranstaltung für junge Tuner mitten in der Stadt wäre undenkbar und würde keinen Zuschlag erhalten.
Unter der Hand sagt man halt, wir haben halt keine Ex-Bürgermeister, keine reichen Anwälte, keine Politiker, Mediziner und andere, die einfach das Geldbörserl öffnen und dann geht das schon.

Dass diese Veranstaltung seit vielen Jahren stattfindet und den Oldtimer-Sport und die alten Automobile der Bevölkerung näherbringen will, ist eines der großen Argumente dafür. Doch irgendwie fühlt man sich schon ein wenig aus der Zeit gefallen, wenn es heißt, man müsse sparen, die Umwelt schützen, die Bürger und Bewohner vor Lärm schützen und den Verkehr reduzieren. Dann ist diese Veranstaltung in dieser Form wohl nicht mehr jene, die als Aushängeschild für die Zukunft wirkt.

 

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